Schwerpunkte
gemeinsamer Wochenbeginn
Wir begrüßen regelmäßig am Montagmorgen alle zusammen in der Aula die neue Woche. Je 2 Klassen bereiten im Wechsel den gemeinsamen Beginn vor und präsentieren Projektarbeiten, Lieder, Geschichten, Kunstwerke usw. Geburtstage und andere wichtige Ereignisse haben auch dort ihren Platz.
Jahrgangsübergreifendes Lernen

Klassen 1 und 2:
Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen und Ausgangslagen in die Schule. Jedes Kind benötigt in dieser Phase besonders viel Zuwendung und individuelle Förderung. Im jahrgangsübergreifenden Lernen in Klasse 1 und 2 können Kinder, die mehr Unterstützung benötigen, auch durch andere Schüler individuelle Zuwendung erfahren (peer tutoring). Besonders begabte Kinder können auch am Lernangebot des höheren Jahrgangs teilnehmen. Bei 3-jähriger Schuleingangsphase verweilen Kinder in ihrer Lerngruppe. Sie müssen nicht die Klasse wechseln.
Das soziale Lernen erhält somit einen besonderen Stellenwert.
Klassen 3 und 4:
In den Klassen 3 und 4 wird jahrgangsbezogen im Klassenverband unterrichtet. Eine Klassenlehrerin begleitet und bereitet die Kinder nun als feste Bezugsgruppe, auch im Hinblick auf den Übergang in die weiterführende Schule vor. Neben der gemeinsamen Erarbeitung von Lerninhalten stehen zunehmende Phasen des selbstständigen Lernens mit differenzierten Anforderungen im Mittelpunkt.
Freitagswerkstatt
Inspiriert durch die Grundschule Wolperath-Schönau arbeiten unsere Kinder der Klasse 1/2 jeweils an drei aufeinanderfolgenden Freitagen an einer Werkstatt. Dabei werden die Klassenverbände aufgelöst und die Kinder arbeiten in einer jahrgangsübergreifenden und jahrgangsgemischten Gruppe drei Freitage zu einem Thema aus dem Lehrplan. Der letzte Freitag einer Werkstatt endet mit einer Präsentation in der Aula. In den letzten Jahren durchliefen die Kinder zum Beispiel eine „Zirkus-Werkstatt“ (Fach Sport), eine „Obst- und Gemüse-Werkstatt“ (Fach Sachunterricht), eine „Sinne-Werkstatt (Fach Sachunterricht), eine „Literatur-Werkstatt“ (Fach Deutsch) sowie eine „Singen durch die Jahreszeiten-Werkstatt“ (Fach Musik).
In weiteren Schuljahr standen die Themen „Raum und Form“, „Papier-Flieger“, „Festkörper und Flüssigkeiten“, „Hörspiel“, „Puppentheater“ und „Daten, Wahrscheinlichkeiten und Häufigkeiten“ als Werkstätten zur Auswahl.
Frei Day
Parallel zu den Terminen der Freitagswerkstatt nehmen die Schüler der Klassen 3 und 4 am Frei Day teil. Dieses Projekt wurde erstmal im Schuljahr 2023/24 eingeführt und macht unseren Großen besonders viel Spaß. In Jahrgangsgemischten Gruppen werden selbstorganisert Themen in Anlehnung an die BNE-Ziele ausgewählt, recherchiert und bearbeitet. Vielfältige Ideen entstehen in Plakaten, Stop Motion-Filmen, in Book Creator-Projekten oder auch in weiteren offenen Lernformen.
Regelmäßig finden Präsentationen zum Frei Day statt, sodass nicht nur Eltern, Großeltern und Geschwister informiert werden, sondern auch die MItschüler aus den Klassen 1/2 daran teilhaben können.
Lernzeit statt Hausaufgaben
Von Montag bis Donnerstag in der 5. Stunde findet in den Klassen 1/2 die Lernzeit statt. Für die 3. und 4. Klassen findet die Lernzeit jeweils in der 5. oder 6 Stunde statt. Aufgaben, die noch fertigzustellen sind und individuelle Übungen haben dort ihren Platz. Die Lernzeit heißt nicht nur Lernzeit, sondern sie soll sich tatsächlich von den herkömmlichen Hausaufgaben unterscheiden. Alle Kinder der GGS im Zentrum verbleiben in der Lernzeit. Wenn ein Kind nicht fertig wird, einen besonderen Übungsbedarf zeigt oder seine Lernzeit nicht nutzt, werden die Eltern ifnromiert. Im Allgemeinen gilt der Grundsatz – jedes Kind schafft so viel möglich -. Für die Kinder, Eltern und Lehrkräfte soll eine Zeit des aktiven Übens entstehen ohne unnötigen Stress aufzubauen.
Eine Mitarbeiterin der OGS und eine Lehrerin (i.d.R. die Klassenlehrerin) unterstützen die Kinder während der Lernzeit in jeder Klasse.
Von daher ist eine optimale Förderung gewährleistet.
Richtig Schreiben von Anfang an
Unsere Kinder lernen von Beginn an nach individueller Ausgangslage, die von Kind zu Kind verschieden ist, das „Richtige Schreiben“. Unser Rechtschreibkonzept, welches die Arbeit mit dem Grundwortschatz NRW beinhaltet, ermöglicht neben der allgemeinen Vermittlung der Lerninhalte in der Jahrgangsstufe gleichermaßen jedem Kind individuelle Lernwege. Nach einer regelmäßigen qualitativen Analyse wird der konkrete Übungsbedarf (z.B. Erlernen der Doppelkonsonanten) eines Kindes ermittelt. Somit können konkrete Fortschritte erzielt werden. In jeder Klasse wird nach gleichen Vorgaben (Struktur, Material, Methoden, Organisation) die Rechtschreibung vermittelt. Eltern und Kinder werden in das Konzept mit eingebunden.
Räume zum Leben und Lernen
Aufgrund der Raumstruktur der vorherigen Förderschule profitiert nun unsere Schule von den Raummöglichkeiten. Sechs Klassenräume werden durch einen Differenzierungsraum („Lummerland“) verbunden, der die gleiche Größe innehat. So kann optimal differenziert und individualisiert werden. Ebenso kann in einer Doppelbesetzung die Klasse geteilt werden, um z.B. ein bestimmtes Thema in Klasse 1/2 jahrgangsbezogen einzuführen. Darüber hinaus bieten sich viele weitere Möglichkeiten, um unsere Kinder in anderen Lernsettings zu fördern und zu fordern. In der Holz-Werkstatt kann kreativ etwas gebaut werden, in der Kultur-Werkstatt kann eine Lesephase stattfinden oder im Lernstudio eine Kleingruppenförderung.
Nicht umsonst heißt es: „Der Raum ist der dritte Pädagoge!“.